Freitag, 8. Juli 2016

Auferstanden von den Toten.

Hallo meine Lieben,

Ich melde mich hiermit ganz offiziell zurück.
Ich hatte seit Mitte Mai mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und war leider nur mäßig dazu in der Lage ins Internet zu gucken, meinen Blog zu pflegen oder etwas zu lesen.

Jetzt bin ich allerdings wieder vollständig auf dem Damm und kann wieder voll durchstarten.
Ganz besonders dürfte das die lieben Teilnehmer der Regenbogenverlosung interessieren.
Die Auslosung folgt in den nächsten Tagen und dann werde ich auch direkt den nächsten Monat starten.

Vielen Dank an Alle, die sich Sorgen gemacht und mich angeschrieben haben. Ihr seid wirklich sehr lieb und es hat mich in der Zeit wirklich aufgemuntert.
Vielen Dank für eure Unterstützung und bis die Tage.

Viele Grüße
Steffi♥

Dienstag, 31. Mai 2016

[Rezension] Die Achse meiner Welt von Dani Atkins

Genre: Roman
Erscheinungstermin: 01.08.2014
Verlag: Knaur
ISBN 9783426515396
320 Seiten
Autor: Dani Atkins
Serie: nein





„Mein erstes Leben endete an einem eisigen Dezemberabend um 22:37 Uhr auf einer einsamen Straße neben der alten Kirche.“ – Erster Satz

Die Aufmachung:
Ich mag das Cover sehr gerne. Die Farben leuchten und die Gradlinigkeit trägt dazu bei, dass man sich das Cover merkt. Allerdings widerspricht das ein bisschen dem Inhalt.

Das Setting:
Der Geschichte spielt in England. Teilweise in London.

Der Plot: 
"Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah? Lassen Sie sich von einer Liebesgeschichte verwirren, die mit nichts vergleichbar ist." - Klappentext

Ich musste mich ehrlich gesagt ein wenig reinfuchsen, weil der Schreibstil der Autorin ein wenig überladen ist. Das bedeutet, dass sie sehr aufs Detail achtet und dadurch die einzelnen Szenen manchmal unnötig in die Länge gezogen werden. Gerade in solchen Abschnitten, wo wenig passiert, war es recht anstrengend zu lesen.

Nachdem ich mich an den Stil gewöhnt hatte, konnte ich ein bisschen Querlesen und von da an hat mir das Buch auch richtig gut gefallen. Das war ungefähr ab der einen Schlüsselszene der Fall. Diese war ziemlich beängstigend, aber auch ein wenig Realitätsfern, wenn man genauer darüber nachdenkt.

Das Ende war für mich nicht sonderlich überraschend, weil ich mit "Mit jedem neuen Tag" bereits ein ähnliches Buch in diesem Monat gelesen habe und ich mir somit denken konnte, worauf es am Ende hinausläuft. Trotzdem hat mir das Konzept gefallen und ich war am Schluss sehr traurig.

Der Romantikfaktor:
Hier bin ich etwas zwiegespalten. Zum einen finde ich das Tempo in dem sich die Beziehung entwickelt sehr ansprechend, zum anderen muss ich gestehen, dass die Szenen selbst etwas irritierend schnelllebiges haben.

Die Charaktere:
Die Protagonistin war für mich völlig nachvollziehbar dargestellt und ich empfand es als sehr angenehm, wie sie mit der Situation umgegangen ist, auch wenn sie in manchen Sachen ziemlich auf dem Schlauch gestanden hat.

Jimmy war irgendwie immer da und hat mich ein wenig aufgeregt, weil er es nicht hinbekommen hat klare Verhältnisse zu schaffen.

Die Umsetzung/Der Schreibstil:
Wie schon erwähnt empfand ich den Schreibstil der Autorin etwas zu detailreich. Die Umsetzung der Idee war allerdings sehr gut. Ich bin mir nicht sicher, ob ich an Dani Atkins dranbleiben soll.  
Trotz der Kritikpunkte, war ich positiv von dem Buch überrascht und war von den vielen Wendungen sehr angetan. Deswegen kann ich das Buch ruhigen Gewissens weiterempfehlen und würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es ein sehr gutes Geschenk ist. 

Montag, 30. Mai 2016

[Rezension] Ein Rezept für die Liebe von Rachel Gibson

Genre: Liebesroman
Erscheinungstermin: 08.01.2007
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN 9783442479535
349 Seiten
Autor: Rachel Gibson
Serie: nein





„Der Valentinstag nervte.“ – Erster Satz

Die Aufmachung:
Ein typisches Mädchencover. Mit tollen Farben, die richtig Lust auf Frühling machen.

Das Setting:
Die Geschichte spielt in einer kleinen Stadt in Amerika. Die Bewohner dort sind recht konservativ und neuem gegenüber etwas verhalten.

Der Plot: 
"Witz, Wärme und Sexappeal: Diese hinreißende romantische Komödie hat alles! In Kate Hamiltons Leben läuft zurzeit so einiges schief: ihr Langzeitfreund hat sie verlassen, nachdem sie das Thema Hochzeit ins Gespräch gebracht hat, ihr Job als Privatdetektivin wächst ihr über den Kopf, und als sie in einer Bar versucht, einen attraktiven Fremden zu verführen, um ihr Selbstbewusstsein aufzupäppeln, verlässt der Mann fluchtartig das Lokal. Niedergeschlagen zieht sich Kate in das beschauliche Örtchen Gospel in Idaho zurück, wo ihr Großvater lebt. Dort will sie ihr Leben wieder ordnen und endlich herausfinden, warum gerade sie immer an die falschen Männer gerät. Diese Rechnung hat sie nur leider ohne den neuen Nachbarn ihres Großvaters gemacht, denn Rob Sutter entpuppt sich ausgerechnet als der Mann, der sie in der Bar hat abblitzen lassen …" - Klappentext

Am Anfang viel es mir ein wenig schwer mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen, weil ich nach dem ersten Eindruck total unzufrieden mit der Protagonistin war. Dies hat sich jedoch relativ schnell gelegt und ich habe im Laufe des Hauptteils festgestellt, dass Kate mir sehr sympathisch geworden ist.

Die beiden Protagonisten sind sich näher gekommen und man konnte ihre Beweggründe immer besser nachvollziehen. Stellenweise wurde das Buch sehr erotisch, trotzdem blieb aber noch alles im Rahmen und ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden Protas schon zu Anfang übereinander herfallen.

Das Ende war sehr vorhersehbar, was aber bei dieser Art von Büchern nicht sehr verwunderlich ist und auch nicht sehr gestört hat.

Der Romantikfaktor:
Viele romantische Szenen konnte ich bei diesem Buch nicht ausmachen. Zum einen, weil sich die Protas zu Anfang noch ziemlich angegiftet haben, zum anderen, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass zuviel Romantik zu dem männlichen Hauptcharakter gepasst hätte.

Die Charaktere:
Kate wird von Beginn an als starke, emanzipierte und wunderschöne Frau dargestellt. Nicht einmal meckert sie über ihren Körper, ist auf der anderen Seite aber auch nicht so eitel, dass sie sich die gesamte Zeit selbst betrachtet.
Während der Geschichte scheint ihr starkes Selbstbewusstsein etwas zurück zu treten, weil sie sich in Rob Sutter verliebt und darüber eine Veränderung vollzieht.
Ich fand es etwas schade, dass sie oft als dickköpfig oder zickig hingestellt wurde, nur weil sie sich von den Männer nicht hat unterbuttern lassen. Auch schade war, dass sie dieses Verhalten später fast ganz abgelegt hat, weil ihr Rob den Kopf verdreht hat.

Rob Sutter ist ein Kerl. Ich weiß nicht genau, wie man ihn anders beschreiben kann. Eine pure Testosteronbombe, die in jeder Situation sehr männlich war. Auch er macht eine Entwicklung durch, weil er beginnt wieder Vertrauen zu dem weiblichen Geschlecht zu fassen, aber sonst würde ich eher behaupten er ist der Sturkopf von den beiden.

Die Umsetzung/Der Schreibstil:
Wie die Rolle der Frau hier dargestellt wird, ist mir ein wenig gegen den Strich gegangen. Habe mich aber eher im Nachhinein daran gestört, als ich die Geschichte reflektiert habe. Das Lesen an sich hat Spaß gemacht und ich hatte - auch dank des angenehmen Schreibstils - das Buch innerhalb von zwei Tagen durch. 
Auf jeden Fall eine große Empfehlung an alle, die auf Liebesgeschichte stehen. Fans des Genres kommen hier bestimmt auf ihre Kosten.

Montag, 23. Mai 2016

[Rezension] Spirit - Du gehörst mir von Carrie Jones und Steven E. Wedel

Genre: Fantasy/Thriller
Erscheinungstermin: 11.05.2015
Verlag: cbt
ISBN 9783570309018
413 Seiten
Autor: Carrie Jones und Steven E. Wedel
Serie: nein





„Du gehörst mir.“ – Erster Satz

Die Aufmachung:
Ich mag Cover auf denen Mädels in langen Kleidern zu sehen sind, eigentlich pauschal schon gar nicht, aber hier muss ich echt sagen, dass mir das Cover super gefällt, weil es zur Geschichte passt und auch leicht bedrohlich ist.

Das Setting:
Die Geschichte spielt in einer kleinen Stadt irgendwo in Amerika. Ich habe mir - das muss ich jetzt zu meiner Schande gestehen - weder den Bundestaat noch den Namen der Stadt gemerkt.

Der Plot: 
"Du gehörst mir, ganz und gar mir ... Traumstimmen, Visionen Alan und Aimee verbindet ein dunkles Geheimnis. Vom ersten Tag ihrer Begegnung an fühlen sie sich zueinander hingezogen. Und vom ersten Tag an kommt es zu mysteriösen Vorfällen. Als ob ihnen etwas Böses auf den Fersen wäre. Doch dann machen sie eine schockierende Entdeckung: Nicht sie werden verfolgt, sondern Courtney, Aimees beste Freundin. Und es gibt nur eine Möglichkeit, sie zu retten: Sie müssen den Dämon, der von ihr Besitz ergriffen hat, austreiben." - Klappentext

Ich musste mich am Anfang erst sehr an den Schreibstil und die ständig wechselnden Sichtweisen gewöhnen. Die Story ist jedoch relativ einfach aufgebaut, sodass es hier keine Probleme gab schnell in den eigentlichen Plot einzusteigen.

Der Mittelteil hat sich dann ziemlich gezogen und ich musste mich regelrecht zwingen weiterzulesen. Für die Thematik gab es mir eindeutig zu wenig Gänsehautmomente. Ich hätte mir eindeutig mehr gruselige Elemente gewünscht und weniger Kitsch zwischen den beiden Protagonisten.

Das Ende war dann leider auch nicht so spannungsreich, wie ich es mir vorgestellt habe, sodass ich doch recht froh war, dass die Gesichte schnell zu Ende gegangen ist.
Was mich aber wieder gestört hat, war, dass viel zu viele Fragen offen geblieben sind. Vor allem die mythische Komponente hätte noch etwas an Tiefe vertragen können.

Der Romantikfaktor:
Ich bin meistens ein großer Kitsch-Fan, wenn dieser richtig platziert ist und man ein wenig schmachten kann. Dies war in diesem Buch meiner Meinung nach leider nicht gegeben. Ich war aber auch ein wenig enttäuscht davon, wie die Protagonistin mit ihrem Ex-Freund umgegangen ist. Alles war etwas gestellt und der Grund für die Trennung erschien mir recht fadenscheinig. Sodass die neue Romanze sehr unglaubwürdig war.

Die Charaktere:
Für die Charakterentwicklung war in diesem Buch leider nicht viel Platz. Auch ein Punkt der mir ziemlich gefehlt hat und der Geschichte noch mehr Würze verliehen hätte.
Sehr schade war auch, dass immer wieder betont wurde, dass dieser und jener Charakter eigentlich ganz anders sei und sich nur durch die böse Präsenz verändert hätte. Ich als Leser konnte das leider nicht beurteilen, weil ich die Charaktere vorher nicht kennen lernen und keine Entwicklung sehe durfte.

Die Umsetzung/Der Schreibstil:
Ein recht einfacher Stil mit direkten Worten hat sich hier durchgesetzt für eine Geschichte, die vom Grundkonzept her viel Potenzial hat, aber leider an vielen wichtigen Punkten nicht richtig umgesetzt wurde. 
Die Geschichte hatte schon etwas von von Supernatural. Hat mir aber nicht soviel Spaß gemacht. Deswegen und wegen der ganzen anderen Kritikpunkte kann ich persönlich keine Empfehlung geben. 

Freitag, 20. Mai 2016

[Rezension] Mit jedem neuen Tag von Marc Levy

Genre: Fantasy/Thriller
Erscheinungstermin: 25.05.2015
Verlag: Blanvalet
ISBN 9783734100567
368 Seiten
Autor: Marc Levy
Serie: nein





„Mit der Menge verschmelzen, dieses seltsame Drama zu Ende bringen, ohne dass jemand etwas bemerkt oder sich an das Geringste erinnert.“ – Erster Satz

Die Aufmachung:
Dei Covergestaltung gefällt mir ausnahmslos gut. Hier ein großes Lob an den Grafiker, der hieran gearbeitet hat.

Das Setting:
Die Geschichte spielt bis auf ein paar Kapitel in New York. Die anderen Kapitel spielen in Argentinien.

Der Plot: 
"Was wäre, wenn Sie den schlimmsten Fehler Ihres Lebens wiedergutmachen könnten? Der hochkarätige und erfolgreiche Journalist Andrew Stilman, der bald heiraten wird, lernt eines Abends in einer Bar in Manhattan eine wunderschöne Frau kennen. Als er ein paar Wochen später, am 9. Juli 2012, wie jeden Tag joggen geht, wird er von hinten angegriffen. Das Letzte, was er spürt, bevor er zusammenbricht, ist ein durchdringender Schmerz im Rücken. Als er wieder aufwacht, schreibt man den 9. Mai 2012 – zwei Monate vor seiner Hochzeit, zwei Monate, bevor er seiner Frau das Herz brach. Von nun an hat er sechzig Tage, um seinen Mörder zu finden, sein Schicksal zu verändern – und die Liebe seines Lebens zu retten …" - Klappentext

Der Einstieg ist allein schon deswegen spannend, weil erst einmal aus der Sicht des Mörders erzählt wird. Kurz darauf lernen wir den Protagonisten kennen, dessen Geschichte uns erzählt wird.

Im weiteren Verlauf findet dann der Angriff statt und der Protagonist wird zwei Monate in der Zeit zurück geschleudert und muss sein Leben nochmal leben. Während er versucht seinen Mörder zu finden, durchlebt er die Tage wieder und verändert immer wieder Kleinigkeiten.  Nach einiger Zeit wechselt dann der Schwerpunkt der Gesichte und der Artikel, den er über Argentinien schreibt rückt immer mehr in den Vordergrund.

Ereignisse, die anfangs noch zurückhalten behandelt würden, bekommen zum Ende hin eine immer größere Bedeutung und dem Leser wird klar, das sich viel mehr hinter der Geschichte verbirgt, als anfangs angenommen.
Auch wenn für mich die Auflösung am Ende nicht mehr sonderlich überraschend war, muss ich zugeben, dass gerade die zweite Hälfte des Buches sehr spannend war.
Jedoch war das Ende ziemlich offen und hat auch ein paar Fragen nicht beantwortet.

Der Romantikfaktor:
Ist hier zwar gegeben, aber doch eher unglaubwürdig. Ich muss aber auch sagen, dass der Fokus der Geschichte nicht auf einer romantischen Geschichte liegt.

Die Charaktere:
Die Charaktere waren für mich schwer einzuschätzen. Das lag zum einen an den Dialogen, die sehr oft ziemlich abgehakt und gestellt wirkten. Zu anderen daran, dass sich weder der Protagonist noch der Erzähler viel Zeit genommen haben, um sich mit den Charakteren zu befassen. Trotzdem hat es der Autor geschafft in bestimmten Szenen gute Bilder von den Charakteren zu übermitteln, sodass sie immer mehr Form angenommen haben.

Die Umsetzung/Der Schreibstil:
Der Schreibstil war für mich am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Marc Levy hat einen sehr zackigen Stil und hält sich nicht viel mit Beschreibungen auf. Ereignisse und Fakten zählen hier mehr als Gefühle und Betrachtungen. Nachdem man sich aber einmal daran gewöhnt hat, kommt man gut durch das Buch. 
Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen. Vor allem der Artikel und die Argentinienreise, die erst spät an Bedeutung gewinnen, konnten mich überzeugen. Ich gebe hier eine klare Leseempfehlung. Vor allem Krimi bzw. Thrillerfans können hier auf ihre Kosten kommen. 

Mittwoch, 18. Mai 2016

[Rezension] Tiamat - Liebe zwischen den Welten von Tanja Heitmann

Genre: Fantasy
Erscheinungstermin: 22.04.2013
Verlag: cbt
ISBN 9783570309230
448 Seiten
Autor: Tanja Heitmann
Serie: nein





„Wer nicht wusste, worum es sich bei dem Bild handelte, sah nur blaue und dunkelgrau Kreise, die sich zu dem schwarzen Auge in der Mitte hin immer mehr verengten.“ – Erster Satz

Die Aufmachung:
Es ist so unfassbar pink. Wenn man es in den Händen hält wird einem dieser Umstand noch mehr bewusst o.O

Das Setting:
Die Geschichte spielt sich hauptsächlich in dem Herrenhaus Himmelshoch ab. Hier liegt der Weltenstrudel Tiamat und verbindet unsere Welt mit einer anderen.

Der Plot: 
"Was Liebe verband, können Welten nicht trennen.§Die 16-jährige Anouk Parson lebt in dem alten Herrenhaus "Himmelshoch", in dessen Kellergewölbe ein furchteinflößender Maelstrom seine Runden dreht. Sowohl ihr Vater als auch der eigensinnige Sander gehören dem Wächterzirkel an, der die Welt vor dem Ausbruch der Wasserfluten beschützt. Anouk ahnt nicht, dass Sander den sie überall als ihren Bruder ausgibt in Wirklichkeit ein viel größeres Geheimnis wahrt, das mit dem Verschwinden ihrer Mutter zu tun hat. Als Sander sie eines Tages küsst, erfährt Anouk nicht nur von seiner heimlichen Liebe zu ihr, sondern auch von der gefährlich schönen Welt, die hinter dem Maelstrom liegt." - Klappentext

Am steigt direkt mit viel Aktion in die Geschichte ein und bekommt direkt einen Einblick in die Rollenverteilung der Geschichte. Was mir hier sehr gut gefallen hat, ist, dass die Wächter das Mädchen beschützen muss.

Im Hauptteil entwickelt sich dann eine Geschichte, bei der mir ein wenig die Dramatik fehlte. Tiamat wird nicht so bedrohlich, wie es mir gewünscht habe. Die Spannung ist - mit gelegentlichen Ausnahmen eher seicht, man hätte mehr aus der Geschichte rausholen können.

Vor allem zum Ende hin war ich etwas enttäuscht. Es war an sich zwar spannend, aber ich finde, dass nicht alle Fragen beantwortet wurden. Hierbei beziehe ich mich nicht nur auf die Komplexität Tiamats und der kurz erwähnten anderen Welten, auf die überhaupt nicht mehr eingegangen wurde. Auch hat es mich gestört, dass kein Bezug auf das Ereignis genommen wurde, dass angeblich alles ausgelöst hat. Zudem bleibt am Ende noch Recht offen, was nun aus dem Wächter-Zirkel wird. Hier fehlt mir ganz klar eine Fortsetzung.

Der Romantikfaktor:
Ist hier sehr groß. Der niedlichste erste Kuss, den ich seit langem lesen durfte. Dazu diese Dialoge, in denen sich die beiden pausenlos angiften. Für die Liebesgeschichte gibt es eine 1*.

Die Charaktere:
Anouk ist etwas blauäugig und hat es nicht leicht mit zwei Männern unter einem Dach zu leben, die im Prinzip eine geheime Identität haben. Sie merkt erst spät. was sie für Sander empfindet. Ist aber als Charakter sehr authentisch dargestellt.

Sander ist etwas schrill. Mit seiner schrägen Klamottenwahl und der Brille, die er immer überall hat, nur nicht auf der Nase, hat die Autorin einen Charakter erschaffen, der wirklich Spaß macht. Auch wenn er ein bisschen hitzköpfig ist, ahnt man schnell, was er für Anouk empfindet.

Generell sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und haben verschiedene Facetten, die in den unterschiedlichsten Situationen zur Geltung kommen.

Die Umsetzung/Der Schreibstil:
Mir hat der Schreibstil gefallen und auch die Charaktere waren ein kleines Highlight in der Geschichte. Man hat beim Lesen gemerkt, dass die Autorin viel Herzblut in deren Ausarbeitung gesteckt hat.
Auch die Dialoge waren sehr erfrischend und manchmal auch ziemlich bissig, sodass ich meinen Spaß daran hatte. Nicht so gut gefallen haben mir die Monologe und die Erklärungen der Umstände. Irgendwie war alles ziemlich langatmig und trotzdem so komplex, dass man kaum durchblicken konnte. 
Mir hat das Buch eigentlich gute gefallen, aber ich muss leider hinterher schieben, dass es meiner Meinung nach als Einzelband nicht funktioniert. Zu viel ist am Ende noch offen und ich habe noch nicht genug von Anouk und Sander ;) 

Mittwoch, 11. Mai 2016

[Kurzrezension] Ensel und Krete - Ein Märchen aus Zamonien von Walter Moers

Genre: Märchenadaption
Erscheinungstermin: 01.06.2000
Verlag: cbt
ISBN 9783570304310
254 Seiten
Autor: Walter Moers
Serie: nein




„Wenn man in Zamonien das Bedürfnis nach vollkommener Harmonie hatte, dann machte man Ferien im Großen Wald.“ – Erster Satz

Die Aufmachung:
Wieder ein absolutes Coverhighlight der Reihe mit vielen kleinen Details, die stellenweise erst im Laufe der Handlung Sinn ergeben.

"Der Große Wald. Buntbären. Fhernhachenzwerge. Ein gemeingefährlicher Laubwolf. Unsterbliche Sternenstauner. Ehrgeizige Erdgnömchen. Ein unberechenbarer Stollentroll. Die Mythenmetzsche Abschweifung. Kokette Elfenwespen. Geheimbären. Eine Waldspinnenhexe. Blutsaugende Fledertratten. Weinende Bäume. Sprechende Pflanzen. Tanzende Pilze. Leuchtende Ameisen. Doppelköpfige Wollhühnchen. Dreiäugige Schuhus. Ein sehr alter Meteor. Schreckliche Spannung. Grausamste Bosheit. Goldener Humor. Feinste zamonische Hochliteratur. Um nur das Gröbste zu nennen." - Klappentext

Dieses Zamonienmärchen spielt im großen Wald, der eine Art Ferienpark für alle zamonischen Wesen ist. Hier darf man sich allerdings nicht zu weit über die Grenze wagen, denn der ungesicherte Bereich ist durchaus gefährlich. Natürlich verirren sich die beiden Kinder Ensel und Krete ganz nach dem Vorbild von Hänsel und Gretel im dunklen Wald. Hierbei lernt der Leser allerlei zamonische Gestalten kennen, die fast alle nur böses im Sinn haben.

Die Umsetzung/Der Schreibstil:
Ich liebe die Bücher von Walter Moers pauschal schon immer. Mein Vorteil war auch, dass ich das Buch selbst schon kannte und deshalb wusste, worauf ich mich ein gelassen habe. Besonders spannend an den Zamonienromanen ist immer, dass sie von Hildegunst von Mythenmetz geschrieben sind, der ein Lindwurm und ein zamonischer Autor ist. Walter Moers ist im Prinzip nur der Übersetzter. 
Wieder ein sehr fantasievoller und spannender Roman von Walter Moers, von dem ich so einiges vergessen hatte. Es hat sich also gelohnt noch mal in die Seiten zu gucken.